Patent auf Dachziegel mit eingebauter Sturmsicherung

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Innovationspreis  Die Sturm­sicherung beim Dachdecken an die Ziegel anzubringen, war bislang zeitaufwendig und knifflig: Christoph Gruß aus Gumperda entwickelte eine schnellere Lösung.

Wer bislang beim Dachdecken eine Sturmsicherung an die Ziegel montieren wollte, musste die Klammern und meist auch Werkzeuge zur Montage extra mittragen. Die Firma „Dächer von Christoph Gruß“ aus Gumperda hat eine einfachere Lösung entwickelt.

Das Unternehmen aus dem Saale-Holzland-Kreis beteiligt sich mit dem Dachstick am Innovationspreis. Dieser Plastikbügel befindet sich direkt am Ziegel und wird bereits vormontiert mit auf der Palette geliefert.

Der Dachdecker muss kein extra Material mitschleppen, weil sich die Ziegel beim Verlegen mit einem Handgriff an den Dachlatten fixieren lassen. Der Clou: Das System erlaubt, später einen Ziegel wieder zu entfernen, wenn eine Reparatur ansteht. „Bislang musste dafür oft ein Ziegel zerschlagen werden“, sagt Prokurist und Dachdeckermeister Vincent Gruß.

Die Firma hält das Patent für die Innovation und vergab die Lizenz an den Hersteller Nels­kamp. Bereits im Produktionsprozess wird eine Vertiefung in den Ziegel eingearbeitet, in der der Dachstick verankert wird. Die Exemplare mit der eingebauten Sturmsicherung sind zwar teurer als herkömmliche. „Aber der Dach­decker spart durchs schnellere Eindecken Zeit“, sagt Gruß. Deshalb steige der Preis für den Kunden nicht.

Außerdem müssen die Dachdecker keinen größeren Bestand von Klammern oder Haken vorhalten, die bei anderen Ziegelsystemen zur Sturmsicherung notwendig sind. Bereits heute setzen viele Dachdecker die Innovation ein. Die Rückmeldungen fallen positiv aus: „Wer es einmal verwendet hat, ist begeistert von der Lösung“, sagt Gruß.

Tino Zippel / 14.11.15

 

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